kompletten Artikel “MAIN-POST” vom 18.11.2010 lesen.
Nach Südafrika wartet Brasilien
Zeltbau Eschenbach wickelt WM-Auftrag ohne größere Zwischenfälle ab und schaut schon wieder nach vorn BAD KÖNIGSHOFEN Der gebrochene Finger eines Mitarbeiters – das ist das einzige „besondere Vorkommnis“, an das sich Zeltbauer James Eschenbach erinnern kann, wenn er an den größten Auftrag zurückdenkt, den er jemals bekommen hat: Den Aufbau von über 100 Großzelten neben den Stadien der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. „Bis jetzt ist alles reibungslos über die Bühne gegangen.“ Der Bad Königshöfer Zeltbauunternehmer macht nach vielen Wochen des angespannt seins einen gelösten Eindruck, selbst wenn derzeit noch einige Mitarbeiter in Südafrika dabei sind, gut 14 Tage nach WM-Ende die letzten Zelte abzubauen. In vier bis fünf Wochen erwartet Eschenbach dann die letzten Überseecontainer aus Kapstadt, Johannesburg und den anderen WM-Spielorten via Bremerhaven in Bad Königshofen zurück. „Ich war selbst vor Ort und überrascht davon, wie die Südafrikaner für unsere Sicherheit gesorgt haben,“ erzählt der Firmenchef. Im Vorfeld befürchtete Diebstähle oder Überfälle seien ausgeblieben. „Das hat uns die Arbeit erleichtert.“, so der Unternehmer, der auch seinen Mitarbeitern Respekt zollt. „Die haben gute Arbeit geleistet.“ Während James Eschenbach und sein Sohn Mark, mittlerweile ebenfalls Geschäftsführer der Firma, die Abwicklung des WM-Auftrags vom Firmensitz aus koordinierten, war Christoph Göbel der Projektleiter vor Ort. Seit fünf Jahren arbeitet der 30-jährige Bad Königshöfer bei Eschenbach und gibt zu, dass er etwas nervös war, als er Ende Februar zum ersten Mal für Vorsondierungen nach Südafrika flog. „Der WM-Auftrag in Südafrika war meine bislang größte berufliche Herausforderung,“ meint er. ........................ „Die Südafrikaner hatten alles im Griff.“ Christoph Göbel, Projektleiter in Südafrika ........................ Dass alles noch besser geklappt hat als erhofft, lag seiner Einschätzung nach vor allem auch an der guten Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort. „Ich muss den Südafrikanern ein Kompliment machen, denn die hatten wirklich alles sicher im Griff.“ Bis zu 60 Mitarbeiter und damit fast die Hälfte der Bad Königshöfer Belegschaft halfen zeitweise bei der Auftragsabwicklung in Südafrika mit. In Gästehäusern untergebracht blieb zwar kaum viel Zeit, Land und Leute näher kennen zu lernen, doch nutzten die „Gastarbeiter“ die Möglichkeit, sich das eine oder andere WM-Spiel anzusehen. Christoph Göbel zum Beispiel war beim Viertelfinalspiel der Deutschen gegen Argentinien ebenso dabei wie beim Halbfinale gegen die Spanier. Dass sich die Bad Königshöfer Zeltbauer in Südafrika gut präsentierten, wurde ihnen von hochoffizieller Stelle bestätigt. Die Zelte wurden nach dem Aufbau von „Match“, einer Tochterfirma der FIFA, abgenommen und auch während der laufenden WM mehrfach von internationalen Delegationen auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft. So schaute sich eine Abordnung des brasilianischen WM-Organisationskomitees die Zelte aus Bad Königshofen ganz genau an, um zu sehen, ob sie auch bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien als Wind- und Wetterschutz dienen könnten. Zu bemängeln gab es offenbar nichts, denn James Eschenbach freut sich schon auf den nächsten größten Auftrag in der Firmengeschichte. „Wir gehen fest davon aus, dass wir auch bei der Fußball-WM in Südamerika unsere Zelte aufschlagen werden.“ Quelle: http://www.mainpost.de/

kompletten Artikel “Artikel der Süddeutschen Zeitung” vom 16.04.2010 lesen. |
Eindrucksvoll: Vor allem Großzelte dienen an den WM-Spielorten Offiziellen und Besuchern als Wind- und Wetterschutz. FOTOS: ZELTBAU ESCHENBACH Die ersten WM-Zelte stehen Eschenbach-Auftrag in Südafrika: 30 Grad und alles läuft nach Plan Von unserem Redaktionsmitglied ALFRED KORDWIG Main-Post 6 6 . Ja h r g a n g , N r. 85, M i t t w o c h , 1 4 . A p r i l 2 0 1 0 GRABFELD/JOHANNESBURG Auf dem Betriebsgelände des Bad Königshöfer Zeltbauers Eschenbach am Hohen Markstein ist wieder relative Ruhe eingekehrt: In den vergangenen Wochen wurden 150 Übersee-Container mit Alu-Profilen, Zeltplanen und Bodenelementen gefüllt und über Bremerhaven nach Südafrika verschifft. Dort baut Eschenbach an den Spielorten der am 11. Juni beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft über 100 Zelte für Akteure, Offizielle und Besucher auf, darunter das „Bayerische Haus“ der Staatsregierung in Kapstadt und das „Deutsche Haus“ des DFB in Johannesburg.„Alles läuft nach Plan.“ Projektleiterin Janine Florschütz ist bislang zufrieden mit der Abwicklung des größten Auftrags in der immerhin schon 30-jährigen Firmengeschichte von Eschenbach. „Kleinere Probleme gibt es zwar immer wieder mal, doch bis jetzt haben wir eigentlich alles im Griff.“ Momentan sind rund 40 Mitarbeiter des Bad Königshöfer Zeltbauers in Südafrika im Einsatz, um an insgesamt sechs WM-Spielorten Zelte aufzustellen. Die Bauleitung in Johannesburg, wo das Eröffnungs- und das Endspiel stattfinden, liegt in Händen des Bad Königshöfers Christoph Göbel. Dort sind die Aufbauarbeiten schon weit gediehen, während anderswo noch auf das Material gewartetwird. Denn noch sind einige Container auf dem Schiff in Richtung Südafrika unterwegs und werdenerst in den kommenden Tag an ihrem Bestimmungsort ankommen. Die Aufbauarbeiten im Süden Afrikas sind kein Zuckerschlecken. „Momentan herrschen 30 Grad im Schatten“, weiß Janine Florschütz, die in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort steht und demnächst selbst nach Johannesburg fliegen wird, um sich ein Bild zu machen vom Stand der Arbeiten. Die müssen bis Ende Mai abgeschlossen sein, wenn die Endabnahme erfolgt. Nach der WM werden die Zelte teils vor Ort verkauft, die meisten werden aber wieder abgebaut und nach Deutschland zurückverschifft. ONLINE-TIPP Mehr Bilder im Internet unter http://rhoengrabfeld.mainpost.de
In vollem Gange: Der Zeltaufbau, wie hier vor dem Soccer-City-Stadion in Johannesburg, schreitet zügig voran. |
BAD KÖNIGSHOFEN Zeltstädte für die Fußball-PromisDie ersten 50 Übersee-Container, vollgepackt mit Zeltplanen, Aluminiumprofilen und Fußbodenelementen, sind bereits auf dem Weg nach Südafrika, über 100 weitere werden in den nächsten Tagen und Wochen folgen. Damit tritt die Abwicklung des bislang größten Auftrags in der knapp 30-jährigen Geschichte der Zeltbaufirma Eschenbach in die entscheidende Phase. Hochbetrieb herrscht eigentlich immer auf dem Gelände des Bad Königshöfer Zeltbauers am Hohen Markstein, doch seit einigen Tagen ist noch mehr los als sonst. „Vier bis fünf Übersee-Container werden jetzt Tag für Tag mit Zeltmaterial gefüllt und per Zug oder Lkw nach Bremerhaven gebracht“, erklärt Firmenchef James Eschenbach. Zuvor überprüfe der Zoll, ob mit der Ladung alles in Ordnung ist.
Drei Wochen auf dem Meer Von Bremerhaven aus geht die Fahrt mit dem Containerschiff dann weiter nach Südafrika, wo die Ladung aus dem Grabfeld nach drei Wochen ankommt. Vom Hafen aus bringt eine Spedition die Container zu den Austragungsorten der Fußball-WM, wo die Zelte dann im Stadionbereich aufgestellt und nicht nur „normalen“ Gästen und Offiziellen, sondern auch den Promis aus der Fußball-Szene, als Anlaufpunkt dienen werden, wenn ihnen zum Beispiel der Magen knurrt oder sie Lust auf einen erfrischenden Drink haben. Die über 100 Zelte mit zum Teil mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche, dartunter das „Bayerische Haus“ der Staatsregierung in Kapstadt und das „Deutsche Haus“ des DFB in Johannesburg, müssen bis zum 22. Mai aufgebaut und abgenommen sein, damit noch genug Zeit bleibt, um sie mit dem erforderlichen Equipment wie Küchen, Möbeln, Beleuchtung und Deko-Elementen auszustatten. „Vorhut“ bereits vor Ort Während diese Arbeiten von Fremdfirmen erledigt werden, kümmern sich ausschließlich Eschenbach-Mitarbeiter um den Aufbau der Zelte. Schon vor längerem traf eine kleine „Vorhut“ aus Bad Königshofen in Südafrika ein, bald werden viele weitere Mitarbeiter folgen. „Zeitweise werden bis zu 50 Leute beim Aufbauen mithelfen“, so Eschenbach, der sich wie sein Sohn Marc, der seit Ende vergangenen Jahres ebenfalls Geschäftsführer der Firma ist, demnächst persönlich vor Ort ein erstes Bild von den Aufstellungsorten und Aufbauarbeiten machen will. Auch während der WM wird ein Notfall-Team aus Bad Königshofen vor Ort sein, um bei einer Panne oder im Falle einer erforderlichen Reparatur schnell reagieren zu können. 90 000 Quadratmeter Fläche Mit fast 90 000 Quadratmeter vermieteter Gesamtfläche, was etwa 20 Fußballfeldern entspricht, ist es nicht nur der größte Auftrag in der Geschichte von Eschenbach, sondern auch der anspruchsvollste, was die Logistik betrifft. Entsprechend gut dürften die Konditionen sein, die Eschenbach mit der FIFA ausgehandelt hat. Genaue Zahlen will der Firmenchef nicht nennen. Dass sich das Auftragsvolumen im „mittleren einstelligen Millionenbereich“ bewegen dürfte, will er aber auch nicht dementieren. Um den Auftrag überhaupt abwickeln zu können, musste Eschenbach einige neue Mitarbeiter einstellen. „Sonst würden wir die Arbeit auch gar nicht schaffen“, so der Firmenchef. Für den Auslandseinsatzmusste Eschenbach seine Arbeiter und Angestellten übrigens nicht lange bitten. „Es meldeten sich mehr Leute als wir in Südafrika brauchen.“ Möglicherweise lag das auch daran, dass alle, die vor Ort beim Zeltbau mitarbeiten, ebenso wie die beiden Firmenchefs eine Akkreditierung erhalten. Und die berechtigt dazu, jedes Spiel der Fußball-WM kostenlos und live im Stadion anzuschauen. WM-tauglich: Zeltbauer erhielt Großaufträge für Berlin und SüdafrikaFirmenchef James Eschenbach ist schon lange im Geschäft, doch dieses Engagement ist auch für einen der größten deutschen Zeltbauer und Verleiher nicht alltäglich: 85 Zelte, darunter eines so groß wie ein halbes Fußballfeld, hat das Berliner Organisationskomitee (BOC) geordert, um für Teilnehmer, Gäste und Offizielle außerhalb des Olympiastadions wind- und wettergeschützte Bereiche zu schaffen. Mit 20 000 Quadratmeter überdachter Fläche ist es zwar nicht der größte Auftrag in der fast 30-jährigen Unternehmensgeschichte, aber ein sehr imageträchtiger und, wie Eschenbach betont, in wirtschaftlich rauen Zeiten auch ein sehr wichtiger. Denn die Krise ist auch in seinem Unternehmen angekommen, wenn auch längst nicht so ausgeprägt wie in anderen. „Wir bemerken beim Verkauf ein gewisse Zurückhaltung, das Vermietgeschäft läuft aber immer noch recht gut.“ Dass der Mittelständler zuversichtlich ist, die Wirtschafts- und Finanzkrise schnell gänzlich hinter sich zu lassen, zeigt seine Investitionsbereitschaft. Am Firmenstammsitz in Bad Königshofen, wo über 100 Mitarbeiter beschäftigt sind, investiert er mehr als zwei Millionen Euro in ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude. Es soll im Winter fertig sein und wird dann auch eine ganz neue Abteilung beherbergen: Das „Eschenbach-WM-Büro-Südafrika“, in dem die bereits begonnen Vorbereitungen auf den bislang größten Auftrag des Bad Königshöfer Zeltbauers fortgeführt werden: Die FIFA hat Eschenbach beauftragt, an allen Spielorten der WM 2010 in Südafrika Hundert von Zelten mit einer Gesamtfläche von 80 000 Quadratmetern aufzustellen. „Das wird für uns die bislang mit Abstand größte logistische Herausforderung sein,“ meint James Eschenbach. Auch wirtschaftlich soll sich das Engagement in Südafrika lohnen: Genaue Zahlen nennt der Unternehmer nicht, bestätigt aber, dass das Auftragsvolumen „bei mehreren Millionen Euro“ liegt. . Daten & FaktenZelte für die Leichtathletik-WM 85 Zelte hat Zeltbau Eschenbach in Berlin für den Veranstalter der Leichtathletik-WM aufgestellt. Sie dienen als Pressetreffpunkt, Hospitality- und VIP-Bereich oder schützen die Info-Stände der Sponsoren. Auch die Versorgungszelte entlang der Geher- und Marathonstrecken kommen aus Bad Königshofen. | | | | |
BAD KÖNIGSHOFEN Millionen-Investitionen mitten in der KriseZeltbau-Unternehmen Eschenbach errichtet neues Bürogebäude – Acht neue Mitarbeiter eingestellt Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise macht der in Bad Königshofen ansässigen Firma Zeltbau Eschenbach weit weniger zu schaffen als anderen Unternehmen. Firmenchef James Eschenbach hat sogar noch genug finanziellen Spielraum, um ein schon seit längerem geplantes neues Bürogebäude zu errichten und neue Mitarbeiter einzustellen. |
 | Rund 2,1 Millionen Euro investiert Eschenbach am Stammsitz seines Unternehmens am Hohen Markstein in einen zweigeschossigen Neubau mit rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche, in den am Jahresende seine rund 30 Büromitarbeiter aus den bisherigen Räumen umziehen werden. |
Neue EingangssituationNeben Einzelbüros wird das neue Verwaltungsgebäude über ein Großraumbüro, diverse Besprechungs- und Konferenzzimmer sowie eine Dachterrasse verfügen. Der Eingang erfolgt dann unmittelbar von der Zufahrtsstraße zum Betriebsgelände aus, so dass Ortsunkundige nicht mehr lange nach dem Zugang zum Betrieb suchen müssen. Trotz allgemeiner Wirtschaftsflaute hat James Eschenbach, der in wenigen Wochen sein 40-jähriges „Unternehmer-Jubiläum“ begehen kann, nicht gezögert, das Millionen-Projekt in Angriff zu nehmen. „Auch wir bekommen die Krise natürlich zu spüren“, so Eschenbach. Die im vergangenen halben Jahr zu verzeichnenden Einbrüche beim Verkauf habe man aber durch eine deutliche Umsatzsteigerung im Segment Vermietung bislang ganz gut ausgleichen können. Die Geschäfte laufen so gut, dass Eschenbach eine Reihe neuer Mitarbeiter einstellen konnte. „Seit Jahresbeginn waren es acht Arbeitskräfte, die bei uns neu angefangen haben und es könnten im Laufe der nächsten Monate durchaus noch ein paar mehr werden.“ Damit stieg die Zahl der in Bad Königshofen Beschäftigten nach Aussage des Firmenchefs auf fast 160. Zählt man Arbeiter und Angestellte in den Zweigniederlassungen und einigen weiteren zur Eschenbach-Gruppe zählenden Firmen dazu, sind es über 400 Menschen, die im Bad Königshöfer Zeltbau-Unternehmen direkt oder indirekt ihr Geld verdienen. Der Neubau des Bürotraktes ist die dritte große Investition von Eschenbach binnen weniger Jahre. Über vier Millionen Euro waren zuvor schon in den Bau neuer Lager- und Fertigungsgebäude sowie eines 25 Meter hohen Turms, in dem die Zeltplanen getrocknet werden, geflossen. Zudem hat das Unternehmen vor knapp einem Jahr die Produktionsgebäude der nach Thüringen abgewanderten Maschinenbaufirma Köberlein & Seigert aufgekauft und in die eigene Firma integriert. International aufgestelltJames Eschenbach sieht für seine Firma langfristig gute Perspektiven. Sein Unternehmen operiere schließlich schon lange nicht mehr nur auf dem deutschen Markt, sondern sei auch international gut aufgestellt. „Erst vor wenigen Wochen haben wir beim Konföderationen-Cup in Südafrika eine ganze Reihe Zelte aufgebaut und wir sind optimistisch, dass wir auch bei der Fußball-WM im nächsten Jahr zum Zuge kommen“, meint der 61-jährige Unternehmer. Ein weiterer prestigeträchtiger Auftrag ist dagegen schon längst unter Dach und Fach: Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin werden Zelte aus Bad Königshofen zum Einsatz kommen. Daten & FaktenZeltbau Eschenbach Mit fast 160 Mitarbeitern im Stammhaus am Hohen Markstein in Bad Königshofen ist Zeltbau Eschenbach seit dem Weggang von Köberlein & Seigert der größte Arbeitgeber in der Stadt. Der Grundstein für eines der führenden Zeltbau-Unternehmen in Europa wurde vor 28 Jahren gelegt. Seit einigen Jahren versorgt sich die Firma über ein Hackschnitzelkraftwerk selbst mit Heizenergie |
___________________________________________________________________________ (reg) Die Eschenbach Zeltbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Königshofen zählt zu den führenden Zeltbau- Unternehmen in Europa. In dieser Woche noch bis einschließlich dem heutigen Samstag, 3. November, findet dort die 24. Hausmesse statt. Neuheiten, Trends und Innovationen aus dem Hause Eschenbach – das ist vor allem für Eventmanager, Aussteller oder Unternehmen interessant, die für ein besonderes Ereignis Zelte, Hallen, Bühnensysteme und mehr benötigen. Als Hersteller und Komplettausstatter ist die Bad Königshöfer Firma mit Niederlassungen in Chemnitz, Leipzig und Stuttgart seit Jahren international erfolgreich – kein Wunder, dass sich bereits am ersten Tag der Hausmesse viele Kunden einfanden. „Die ersten Besucher am Morgen kamen aus Kroatien und Slowenien“, berichtet Andreas Todzi, zuständig für Projekt-Management und Marketing, der neben Chef James Eschenbach, Juniorchef Alexander Eschenbach und vielen Kollegen in dieser Woche voll im Einsatz sind. Stolz kann die Firma Eschenbach-Zeltbau auf viele Projekte zurückblicken, unter anderem auf die Fußball-WM 2006, als über 35 000 Quadratmeter Zeltfläche aus Bad Königshofen zum Einsatz kamen. Auch bei anderen sportlichen Ereignissen hat die Firma für passende „Räume auf Zeit“ gesorgt. Zu den kommenden Projekten zählen der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding 2008 und die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und in der Schweiz. Auch mit Südafrika steht man in Kontakt, wo bekanntlich die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stattfinden wird. Daten & Fakten Zeltbau Eschenbach Das Betriebsgelände der Firma Zeltbau Eschenbach umfasst 180000 Quadratmeter, darauf sind Verwaltung, Produktionsanlagen, Trockenturm und ein Holzheizkraftwerk untergebracht. Auslandsvertretungen gibt es unter anderem in den USA, in Israel, Japan und in Osteuropa, wo der Markt einen Aufschwung erlebt. ______________________________________________________________________________ | Zelte und Hallen aus dem Grabfeld für die Fußball-WM Bad Königshofen/Rödelmaier (reg/eh) Ein bis zwei Betriebe im Monat möchten Landrat Thomas Habermann, Dr. Bernd Weiß, MdL, und Eduard Lintner, MdB, im Landkreis besuchen, um die direkten Kontakte mit den Inhabern zu pflegen. Nach der Devise "einmal anschauen ist besser als zehnmal erklärt" nahmen sie bei ihrer Tour nun in Bad Königshofen die Firma Eschenbach Zeltbau und in Rödelmaier Textilpflege Kirchner in Augenschein. Der persönliche Kontakt mit den Unternehmern gebe Gelegenheit, deren Sorgen, Nöte, Ideen und Verbesserungsvorschläge direkt zu hören. Nur wer gut informiert ist, könne vernünftig mitreden, sagte der Landrat. James Eschenbach und Sohn Alexander Eschenbach führten die Besuchergruppe durch den Betrieb und berichteten von den erfreulichen Umsatzzuwächsen in den vergangenen Jahren. Sie begrüßten den persönlichen Kontakt, dadurch würden Hemmschwellen abgebaut und man wisse, wen man bei Problemen oder neuen Ideen ansprechen könne. Beeindruckt waren die Besucher von dem 180 000 Quadratmeter großen Gelände, auf dem gerade ein neues Planen-Logistikzentrum mit Trocknungsturm für rund 2,5 Millionen Euro gebaut wird. Verwaltung, Verkauf, Vermietung, Lager und Produktionsanlagen sind auf dem Firmengelände nach fertigungstechnischen und logistischen Gesichtspunkten angeordnet. Demnächst soll ein neues Bürogebäude entstehen, Investition: rund 600 000 Euro. Die Eschenbach Zeltbau GmbH zählt zu den führenden Zeltbau-Unternehmen in Europa. Die Firma ist als Hersteller und Komplettausstatter mit Zelten, Hallen und Bühnensystemen international erfolgreich. Mit Hochdruck wird zurzeit an den Zelten für die Fußballweltmeisterschaft gearbeitet, denn die Firma hat feste Verträge für das Aufstellen von Zelten in Gelsenkirchen, Dortmund, Leipzig und Hannover und für den Verpflegungsbereich in allen zwölf Fußballstadien. | _______________________________________________________________________________ Wenn die Schnitzel anbrennen dürfen Bad Königshofen Angesichts ständig steigender Öl- und Gaspreise überlegt sich nicht nur so mancher Privatmann, ob er seine Heizungsanlage auf einen anderen Energieträger umstellen soll. Auch immer mehr Unternehmer, die mit spitzem Bleistift rechnen müssen, denken darüber nach, wie sie ihre Heizkosten senken können. Beispiel Zeltbau Eschenbach in Bad Königshofen: Seit 23 Jahren ist das Unternehmen in der Badestadt am Hohen Markstein ansässig - und genauso alt ist auch die Ölheizung, die in Fertigung und Büroräumen für Wärme sorgt. "Anfang der 80er Jahre war die Anlage durchaus modern und zeitgemäß. Doch heute ist sie angesichts veralteter Technik und vor allem der steigenden Ölpreise eher zu einer Belastung für das Unternehmen geworden," erklärt Klaus Derleth. Der Bad Königshöfer Architekt wurde deshalb von Firmenchef James Eschenbach beauftragt, eine neue Heizungsanlage zu konzipieren, die einerseits wirtschaftlich, andererseits möglichst umweltschonend arbeiten soll. Schnell waren sich Bauherr und Planer einig, wohin der Weg gehen wird: Bereits in wenigen Tagen wird auf dem Firmengelände der Grundstein gelegt für ein 850 KW-Biomasse-Heizkraftwerk, das mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Mit der neuen Heizungsanlage könnten theoretisch 100 Einfamilienhäuser in Niedrigenergiebauweise mit Wärme versorgt werden. Ein solches Kraftwerk hat nach Einschätzung von Klaus Derleth gleich mehrere Vorteile. Einerseits sei in deutschen Wäldern jede Menge Restholz, das für die Herstellung der Hackschnitzel benötigt wird, vorhanden. "Allein der Bad Königshöfer Stadtwald mit seinen 1300 Hektar könnte im Jahr über 1000 Tonnen Hackschnitzel liefern," schätzt der Architekt. Anderseits sei beim Brennstoff Holz in absehbarer Zeit nicht mit Preissteigerungen zu rechnen. Als weiteren Aspekt nennt Derleth die Umweltfreundlichkeit eines Biomasse-Kraftwerks. "Holz verbrennt CO2-neutral. Emissionen wie Staub, Kohlenmonoxyd oder Stickoxyd können durch technische Maßnahmen weit unter den festgelegten Grenzwerten gehalten werden." Billig ist ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk nicht. Der Architekt veranschlagt die Investitionen, die der Bauherr tätigen muss, auf "mehrere 100 000 Euro". Dafür bekommt er ein Heizhaus, in dem der Brenner steht, einen Schubboden, der den Brennstoff vollautomatisch zum Heizhaus transportiert, und ein Hackschnitzellager. Das ist mit seinen 1000 Kubikmetern Fassungsvermögen so bemessen, dass es maximal fünf Mal im Jahr aufgefüllt werden muss. "Der tägliche Aufwand für Wartung und Reinigung beläuft sich auf etwa eine Stunde," so Derleth. Das hätten die Erfahrungen mit bereits bestehenden Anlagen ähnlicher Größe gezeigt. Das neue Heizkraftwerk der Firma Eschenbach ist so leistungsfähig, dass es locker einige benachbarte Firmen und Wohnblocks mitversorgen könnte. Derleth bestätigt, dass erste viel versprechende Gespräche mit Interessenten stattgefunden haben. Es wird sogar daran gedacht, in absehbarer Zeit mit der Anlage Strom zu erzeugen und ins öffentliche Netz einzuspeisen. Hierzu ist der Einsatz eines so genannten Sterling-Motors erforderlich. Jährliche Stromerzeugung: bis zu 375000 Kilowattstunden. Aufgrund des Strom-Einspeisegesetzes, das den Stromversorger zur Abnahme des "Öko-Stroms" zum Preis von 21 Cent pro Kilowattstunde verpflichtet, würde sich die zusätzliche Investition binnen weniger Jahre amortisieren. "Für den Investor rechnet sich das schnell, doch die Leute von E.on werden aufjaulen," schmunzelt Derleth. |
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